Richards Clicker N°2

April 16, 2019


Wir haben mit Richard Schatursunow, Olympic Recurve Schütze und Tüftler, über seine neuen Clicker und über die von ihm entwickelte Trainingsauflage gesprochen.

 Richards Clicker N° 2


 

 

Was hat dich dazu motiviert eigene Clicker zu entwickeln?

 

Keine leichte Frage. Mir ist Ästhetik sehr wichtig. Natürlich muss ein Bogen in erster Linie treffen, aber andererseits ist er das Meisterwerk eines jeden Schützen und sein ganzer Stolz.  Hier mit Nagellack ein Schnörkel, da 'ne schicke Carbon-Folie, jeder mag es eben anders.

 

Ich wollte mit meinem Klicker einfach weitere Optionen schaffen, sich seinen Recurve individuell zusammenzuschrauben, nicht das Rad neu erfinden.

 

 

Wie unterscheidet sich das neue Design vom ursprünglichen?

 

Da das einzige was den Klicker ausmacht seine Optik ist, war mir von vornherein klar, dass es nicht bei einem Entwurf bleiben kann. So organisch und unkonventionell wie der erste Klicker war, beim Nachfolger wollte ich das genaue Gegenteil. Es gibt ja schließlich auch sone und solche Bögen, da soll möglichst jeder auf seine Kosten kommen.

 

 

 

Was macht deine Clicker so besonders? Was unterscheidet sie von Konkurrenzprodukten?

 

Alles und nichts. Zum einen behält das Klickerblatt die alt bewährten Kunststoffkomponenten aus dem Hause Beiter, auch sind die Bohrungsabstände identisch. Zum anderen ist der gesamte technisch nicht-relevante Bereich der gestalterischen Freiheit gnadenlos ausgesetzt. Neu ist auch die Beschichtung. Meine Freunde von TopHat setzen mit ihrem bewährten TitanNitrit Coating das i-Tüpfelchen, und verleihen dem Klicker so ein Gold, Rosé, oder Blau-Violettes finish. Ich glaube das gab es bisher noch nicht.

 

 

Von dir stammt auch die Idee der Scheibenauflage „Linear Practice Target“. Erzähle uns was es damit auf sich hat.


Die Trainingsscheiben sollen dazu dienen, sein Trefferbild analysieren zu können, und die verschiedenen Streuungen in messbare Werte umzuwandeln. Auf deutsch: man kann die horizontale oder vertikale Achse aus der Wertung nehmen, sich ausschließlich auf seine Rechts-links, oder hoch-tief Streuung konzentrieren, und dabei ein Ergebnis schießen. Ich persönlich trainiere damit speziell die Front-Arm Stabilität, hänge die Scheibe also waagerecht an und bemühe mich, alle auf höhe Gold zu treffen.  Die „Ringe“ haben dabei den exakt gleichen Abstand zueinander wie bei einer lizensierten WA-Auflage. Man kann seine Streuung also recht realistisch bewerten.

 

 

 

Wie bist du auf die Idee gekommen?

 

Die eigentliche Idee dahinter ist schon recht alt, und auch nicht von mir. Auf Lineare Ziele zu schießen ist eine gängige Trainingsmethode, und bei uns wurden dafür meist Papierbandmaße von Ikea verwendet. Irgendwann hatte ich dann die Idee der Linear Practice Target und ein Freund hat dann mit seinem Plotter erste Probedrucke hergestellt. Im Verein wurde die Sache dann munter getestet und für gut befunden.

 

Dann hab ich im Grunde  einen Partner für die Realisierung gesucht, ein Großhändler wollte nicht, und Krüger zögerte. Die wurden dann aber überzeugt, nachdem der Bundestrainer den Wunsch für solch eine gerade Auflage geäußert hatte. Als das Konzept dann die Empfehlung Oliver Haydns hatte, begann über viele Telefonate hinweg die Entwicklung und Umsetzung, so dass die ersten Exemplare zum Bundesliga Finale 2018 in Wiesbaden erhältlich waren.

 

Vielen Dank für die interessanten Einblicke Richard!

Ihr wollt Euch einen dieser Clicker sichern, oder habt weitere Fragen? Ihr könnt Richard über Facebook (Richard Schatursunow), oder über Instagram (@richimariasnow) kontaktieren.

 

 

 

Please reload

 
  • Schwarz Instagram Icon
  • Schwarz YouTube Icon